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Gewerbegas: Gasbeschaffung für Unternehmen

Bei Gewerbegas entscheiden Verbrauchsklasse, Messkonzept und Beschaffungsstrategie über den Preis. Mit mehreren Standorten und größeren Mengen entstehen zusätzliche Spielräume.

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Wie beschaffen Unternehmen Gewerbegas?

Gewerbegas richtet sich nach der Verbrauchsklasse: kleinere Abnahmen über ein Standardlastprofil (SLP), größere über die registrierende Leistungsmessung (RLM) mit Lastgang. Mehrere Standorte lassen sich bündeln, größere Mengen individuell beschaffen. Wichtig sind ein sauberer Verbrauch als Basis, eine passende Beschaffungsstrategie und vergleichbare Angebote.

Gewerbegas folgt einer ähnlichen Logik wie Gewerbestrom für Unternehmen. Verbrauchsklasse, Messkonzept und Beschaffungsstrategie bestimmen den Preis. Wer mehrere Standorte betreibt oder größere Mengen abnimmt, hat zusätzliche Möglichkeiten. Dieser Beitrag ordnet die Grundlagen sachlich ein.

Welche Verbrauchsklasse trifft auf Ihr Unternehmen zu?

Kurz gesagt: die Verbrauchsklasse ergibt sich aus Ihrem Jahresverbrauch in Kilowattstunden. Ein kleines Büro liegt nahe an einem Haushaltsverbrauch, ein Handwerksbetrieb darüber, ein produzierendes Unternehmen deutlich höher. Diese Einordnung bestimmt, welche Wege der Beschaffung sinnvoll sind.

Grundlage ist immer der reale Verbrauch aus Ihrer letzten Abrechnung. Ohne belastbare Verbrauchszahl lässt sich kein tragfähiges Angebot erstellen. Je genauer das Profil, desto passender die Beschaffung.

SLP oder RLM: welche Messung gilt?

Auch bei Gas wird zwischen Standardlastprofil (SLP) und registrierender Leistungsmessung (RLM) unterschieden. Die Grenze liegt üblicherweise bei rund 1,5 Millionen kWh Jahresverbrauch, kann sich aber nach Netzbetreiber und Messkonzept richten.

Beim SLP wird der Verbrauch über ein typisiertes Profil abgebildet. Bei der RLM erfasst ein Lastgangzähler den Verbrauch fortlaufend. Das genaue Profil erlaubt individuellere Angebote und andere Beschaffungsmodelle.

Merkmal SLP RLM
Typischer Verbrauch bis etwa 1,5 Mio. kWh/Jahr über etwa 1,5 Mio. kWh/Jahr
Messung Standardlastprofil, pauschal Lastgang, fortlaufend erfasst
Preisbildung standardisierte Tarife individuell nach Verbrauchsprofil
Beschaffung fertige Tarifpakete strukturiert, teils in Tranchen
Verwaltungsaufwand gering höher, dafür präziser

Wann ist die Bündelung mehrerer Standorte sinnvoll?

Immer dann, wenn ein Unternehmen mehrere gasverbrauchende Betriebsstätten hat. Standorte lassen sich in einer gemeinsamen Ausschreibung zusammenfassen. Das senkt den Verwaltungsaufwand und bringt die gesamte Abnahmemenge in eine Verhandlung ein.

Auch kleinere Standorte gewinnen in der Summe an Gewicht. Eine einheitliche vertragliche Regelung vereinfacht die spätere Betreuung und die Rechnungsprüfung.

Welche Beschaffungsstrategie passt?

Für größere Mengen gibt es mehr als den fertigen Tarif. Verbreitet sind der Festpreis über die gesamte Laufzeit und die gestaffelte Beschaffung in Tranchen über einen Zeitraum. Der Festpreis schafft Planungssicherheit, die Tranchenbeschaffung verteilt das Risiko, zum falschen Zeitpunkt einzukaufen.

Welche Strategie sinnvoll ist, hängt vom Verbrauchsprofil und der Risikobereitschaft des Unternehmens ab. Beide Wege sind seriös. Entscheidend ist, dass die Strategie zum Bedarf passt und nicht umgekehrt.

Worauf bei Ausschreibung und Angebot achten?

Ein fairer Vergleich setzt gleiche Grundlagen voraus. Achten Sie darauf, dass alle Angebote denselben Verbrauch, dieselbe Laufzeit und dasselbe Lieferjahr zugrunde legen. Prüfen Sie Arbeitspreis, Grundpreis, die enthaltenen Bestandteile und die Preisgarantie.

Vorsicht bei Angeboten, die auf unterschiedlichen Annahmen beruhen. Ein niedriger Arbeitspreis sagt wenig aus, wenn Grundpreis oder Laufzeit abweichen. Nur vergleichbare Angebote erlauben eine belastbare Entscheidung.

Sie müssen diese Schritte nicht allein gehen. Laden Sie Ihre aktuelle Gasrechnung hoch. Wir übernehmen Vergleich, Beschaffung, Wechsel und Betreuung. Kostenlos und unverbindlich.

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Häufige Fragen

Ab welchem Verbrauch gilt bei Gas RLM statt SLP?
Wie beim Strom liegt die Grenze üblicherweise bei rund 1,5 Millionen kWh Jahresverbrauch für Gas, teils abhängig vom Netzbetreiber. Darunter wird der Verbrauch über ein Standardlastprofil abgebildet, darüber über eine registrierende Leistungsmessung mit stündlichem oder viertelstündlichem Lastgang. Der genaue Schwellenwert kann sich nach Messkonzept richten.
Was ist eine Verbrauchsklasse bei Gewerbegas?
Die Verbrauchsklasse ordnet Ihren Jahresverbrauch in kWh in eine Größenordnung ein. Sie bestimmt mit, welches Messkonzept greift und welche Beschaffungswege sinnvoll sind. Kleine Betriebe liegen nahe an Haushaltsverbräuchen, produzierende Unternehmen deutlich darüber.
Lohnt sich die Bündelung mehrerer Standorte?
Ja, wenn ein Unternehmen mehrere gasverbrauchende Standorte betreibt. Die Zusammenfassung in einer Ausschreibung senkt den Verwaltungsaufwand und bringt die gesamte Menge in eine Verhandlung ein. Das kann die Position gegenüber Anbietern stärken.
Welche Beschaffungsstrategien gibt es?
Verbreitet sind der Festpreis über die gesamte Laufzeit und die gestaffelte Beschaffung in Tranchen. Der Festpreis schafft Planungssicherheit, die Tranchenbeschaffung verteilt das Zeitpunktrisiko über einen Zeitraum. Welche Variante passt, hängt vom Verbrauchsprofil und der Risikobereitschaft ab.
Worauf sollte ich bei einer Gasausschreibung achten?
Achten Sie auf vergleichbare Grundlagen: gleicher Verbrauch, gleiche Laufzeit, gleiches Lieferjahr. Prüfen Sie Arbeitspreis, Grundpreis, enthaltene Bestandteile und die Preisgarantie. Nur wenn die Angebote auf denselben Annahmen beruhen, ist ein fairer Vergleich möglich.

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