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Gastarif wählen: worauf Sie achten sollten

Ein guter Gastarif steht und fällt mit zwei Zahlen: dem Arbeitspreis pro Kilowattstunde und dem Grundpreis pro Jahr. Wir zeigen Ihnen, worauf es beim Vergleich wirklich ankommt.

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Worauf sollte ich bei der Wahl eines Gastarifs achten?

Entscheidend sind Arbeitspreis (Cent pro kWh) und Grundpreis (Euro pro Jahr) im Verhältnis zu Ihrem Jahresverbrauch. Achten Sie zusätzlich auf Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und eine klar definierte Preisgarantie. Ein Sondervertrag ist in der Regel günstiger als die Grundversorgung.

Ein Gastarif lässt sich nicht an einer einzigen Zahl festmachen. Ausschlaggebend ist das Zusammenspiel aus Arbeitspreis, Grundpreis und Ihrem Jahresverbrauch. Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Kriterien sachlich, damit Sie Angebote sauber vergleichen können.

Arbeitspreis und Grundpreis: was zählt mehr?

Kurz gesagt: bei Gas dominiert fast immer der Arbeitspreis. Er wird in Cent je Kilowattstunde (kWh) berechnet und mit Ihrem Verbrauch multipliziert. Der Grundpreis dagegen ist ein fester Jahresbetrag, der unabhängig davon anfällt, wie viel Sie heizen.

Für einen Haushalt mit hohem Verbrauch wirkt sich schon ein kleiner Unterschied beim Arbeitspreis deutlich aus. Bei sehr geringem Verbrauch gewinnt der Grundpreis an Gewicht. Vergleichen Sie deshalb immer die Jahressumme aus beiden Bestandteilen, bezogen auf Ihren realen Verbrauch, nicht die Einzelwerte für sich. Wie sich die einzelnen Preisbausteine zusammensetzen, lesen Sie im Ratgeber Energiepreise verstehen.

Wie finde ich meinen Verbrauch in kWh?

Die Antwort steht auf Ihrer letzten Jahresabrechnung. Dort ist der Verbrauch bereits in Kilowattstunden ausgewiesen, und diese Zahl ist die Grundlage jedes seriösen Vergleichs.

Wer noch keine volle Abrechnungsperiode hinter sich hat, kann näherungsweise über die Wohnfläche und den Gebäudezustand schätzen. Belastbar ist aber nur der abgelesene Wert. Ohne realistischen Verbrauch führt jeder Preisvergleich in die Irre.

Vertragslaufzeit und Preisgarantie richtig lesen

Eine längere Laufzeit kann einen günstigeren Preis bedeuten, bindet Sie aber auch länger. Achten Sie auf die Kündigungsfrist und darauf, ob sich der Vertrag automatisch verlängert. Kurze Verlängerungszeiträume geben Ihnen mehr Flexibilität.

Die Preisgarantie ist häufig eine eingeschränkte Preisgarantie: Sie sichert die reinen Energie- und Vertriebskosten, nimmt aber Steuern, Abgaben und Netzentgelte aus. Das ist branchenüblich und kein Nachteil, solange Sie wissen, was abgesichert ist. Lesen Sie im Vertrag genau, welcher Zeitraum und welche Bestandteile gelten.

Warum die Grundversorgung selten die beste Wahl ist

Die Grundversorgung ist der Auffangtarif Ihres örtlichen Grundversorgers. Sie gilt automatisch, wenn Sie keinen eigenen Vertrag abschließen. Ihr Vorteil ist die kurze Kündigungsfrist von zwei Wochen, ihr Nachteil der in der Regel höhere Preis.

Ein Sondervertrag ist der eigenständig gewählte Tarif und meist wirtschaftlicher. Der Wechsel des Gasanbieters ist unkompliziert, und Ihre Versorgungssicherheit bleibt zu jeder Zeit unberührt, weil das Gas über dasselbe Netz geliefert wird.

Ökogas: was steckt dahinter?

Ökogas ersetzt oder kompensiert einen Teil des Erdgases rechnerisch, etwa über Biogasanteile oder Klimaschutzprojekte. Die Bandbreite ist groß und der Aufpreis unterschiedlich. Wenn Ihnen der Umweltaspekt wichtig ist, achten Sie auf nachvollziehbare Angaben zu Herkunft und Zertifizierung.

Auswahlkriterien im Überblick

Kriterium Worauf Sie achten sollten
Arbeitspreis Cent pro kWh, wichtigster Hebel bei Gas
Grundpreis fester Jahresbetrag, relevant bei geringem Verbrauch
Jahresverbrauch aus der letzten Rechnung, Basis jedes Vergleichs
Vertragslaufzeit kürzere Laufzeit und kurze Verlängerung geben Flexibilität
Preisgarantie Zeitraum und abgesicherte Bestandteile prüfen
Tarifart Sondervertrag statt Grundversorgung vergleichen

Sie müssen diese Punkte nicht allein durchgehen. Laden Sie einfach Ihre aktuelle Gasrechnung hoch. Wir übernehmen den Vergleich, den Wechsel und die weitere Betreuung. Kostenlos und unverbindlich.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitspreis und Grundpreis?
Der Arbeitspreis wird pro verbrauchter Kilowattstunde berechnet und macht bei Gas den größten Teil der Rechnung aus. Der Grundpreis ist ein fester Jahresbetrag unabhängig vom Verbrauch. Für den Vergleich zählt immer die Summe aus beidem, bezogen auf Ihren tatsächlichen Verbrauch.
Sollte ich die Grundversorgung behalten?
Die Grundversorgung ist der Standardtarif Ihres örtlichen Grundversorgers und meist teurer als ein Sondervertrag. Sie bietet kurze Kündigungsfristen, ist aber selten die wirtschaftlichste Wahl. Ein Vergleich mit Sonderverträgen lohnt sich in den allermeisten Fällen.
Was bedeutet Preisgarantie bei Gas?
Eine Preisgarantie sichert einen Preisbestandteil für einen bestimmten Zeitraum zu. Üblich ist die eingeschränkte Preisgarantie, die staatlich veranlasste Abgaben und Steuern ausnimmt. Prüfen Sie im Vertrag genau, welche Bestandteile und welcher Zeitraum abgedeckt sind.
Wo finde ich meinen Gasverbrauch?
Ihren Jahresverbrauch in Kilowattstunden entnehmen Sie der letzten Gasrechnung. Er ist die wichtigste Größe für einen belastbaren Vergleich, weil er bestimmt, wie stark Arbeits- und Grundpreis ins Gewicht fallen.
Lohnt sich Ökogas?
Ökogas kompensiert oder ersetzt einen Teil des Erdgases rechnerisch durch Biogas oder Klimaschutzprojekte. Die Qualität und der Aufpreis unterscheiden sich stark. Achten Sie auf transparente Angaben zu Herkunft und Zertifizierung, wenn Ihnen das Thema wichtig ist.

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