Tarife·2 Min. Lesezeit

Autostrom & Wallbox: den richtigen Tarif fürs Laden zuhause

Wer das E-Auto zuhause lädt, kann mit dem richtigen Zähleraufbau und Tarif sparen. Entscheidend sind separater Zähler, §14a EnWG und die Kombination mit PV.

AutostromWallbox TarifLadestrom zuhause§14a EnWGUnterzählerTHG-Quote
Direkte Antwort

Welcher Tarif eignet sich zum Laden des E-Autos zuhause?

Für das Laden zuhause eignen sich spezielle Autostrom- oder Wärmepumpentarife, wenn die Wallbox über einen eigenen Zähler oder Unterzähler läuft. Wird die Wallbox als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG angemeldet, gibt es reduzierte Netzentgelte; im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Ladeleistung zeitweise drosseln. Oft ist auch der normale Haushaltstarif eine praktikable Lösung.

Ein E-Auto zuhause zu laden ist bequem und meist günstiger als an der öffentlichen Säule. Wie viel Sie sparen, hängt vom Zähleraufbau und vom Tarif ab. So funktionieren Autostromtarife, der separate Zähler, die Regelung nach §14a EnWG und die Kombination mit einer eigenen PV-Anlage.

Wie lade ich das E-Auto zuhause am besten ab?

Am günstigsten laden Sie über eine fest installierte Wallbox mit einem passenden Stromtarif. Ob sich ein spezieller Autostromtarif lohnt, hängt vom Zähleraufbau ab: Läuft die Wallbox über den Haushaltszähler, gilt der normale Haushaltstarif. Ein eigener Zähler oder Unterzähler eröffnet zusätzliche Tarif- und Sparoptionen.

Eigener Zähler oder Unterzähler?

Der Zähleraufbau entscheidet, welche Tarife und Netzentgelt-Vorteile möglich sind:

Option Zähleraufbau Besonderheit
Laden über Haushaltszähler vorhandener Zähler einfach, normaler Haushaltstarif
Separater Zähler eigener Zählpunkt eigener Autostromtarif möglich
Unterzähler hinter Hauptzähler Messung nur der Wallbox Ladeverbrauch getrennt erfassbar
Steuerbar nach §14a EnWG eigener Zähl-/Messpunkt reduzierte Netzentgelte, Drosselung möglich

Ein separater Zähler erlaubt einen eigenen Autostromtarif. Ein Unterzähler misst den Ladeverbrauch getrennt, etwa zur Kostenaufteilung, ohne dass zwingend ein zweiter Liefervertrag nötig ist. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Ladehäufigkeit und Netzbetreiber ab.

Was viele überrascht: Für die meisten Haushalte raten wir zunächst zum einfachen Weg über den vorhandenen Haushaltszähler. Ein zweiter Zähler bringt zwar Tarifoptionen, kostet aber dauerhaft Messgebühren, die sich erst ab hohem Ladeverbrauch rechnen.

Was bringt §14a EnWG beim steuerbaren Laden?

Wird die Wallbox als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG angemeldet, erhalten Sie reduzierte Netzentgelte. Im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Ladeleistung bei Netzengpässen zeitweise auf ein Mindestmaß absenken. Ein Weiterladen mit reduzierter Leistung bleibt gesichert. Für viele Haushalte ist die Drosselung im Alltag kaum spürbar, weil das Auto meist über Nacht am Netz hängt. Dieselbe §14a-Logik greift übrigens bei der Wärmepumpe mit eigenem Stromtarif, sodass sich beide Anschlüsse gemeinsam planen lassen.

Lohnt sich die Kombination mit einer PV-Anlage?

Wer eine PV-Anlage besitzt, kann überschüssigen Solarstrom direkt in die Wallbox leiten. Das senkt den Netzbezug und ist in der Regel günstiger als jeder Ladetarif. Reicht der Solarstrom nicht, ergänzt der gewählte Stromtarif den Rest. Diese Kombination holt aus dem Laden zuhause am meisten heraus.

Ein kurzer Hinweis zur THG-Quote: Als Halter eines E-Autos können Sie diese einmal jährlich über einen Anbieter vermarkten und erhalten eine Prämie. Das ist an das Fahrzeug gebunden und vom Stromtarif unabhängig.

Worauf sollten Sie beim Autostromtarif achten?

  • Zähleraufbau klären: eigener Zähler, Unterzähler oder Haushaltszähler.
  • Arbeitspreis vergleichen; bei hohem Ladeverbrauch zählt jeder Cent.
  • §14a-Anmeldung prüfen, wenn reduzierte Netzentgelte infrage kommen.
  • PV-Eigenverbrauch vorrangig nutzen, wenn eine Anlage vorhanden ist.
  • Laufzeit und Preisgarantie für kalkulierbare Kosten beachten.

Sie sind unsicher, welcher Tarif zu Ihrer Wallbox und Ihrem Zähleraufbau passt? Laden Sie Ihre aktuelle Rechnung hoch, wir prüfen die Optionen und finden einen passenden Autostromtarif für Sie. Kostenlos und unverbindlich.

Zahlen Sie zu viel für Strom oder Gas?

Laden Sie einfach Ihre aktuelle Rechnung hoch. Wir prüfen sie und finden Ihren passenden Tarif. Kostenlos und unverbindlich.

Häufige Fragen

Brauche ich für die Wallbox einen eigenen Zähler?
Zwingend ist das nicht, viele laden über den Haushaltszähler. Ein separater Zähler oder Unterzähler ist aber die Voraussetzung, um einen speziellen Autostromtarif oder reduzierte Netzentgelte nach §14a EnWG zu nutzen. Der Zähleraufbau wird mit dem Netzbetreiber abgestimmt.
Was bringt §14a EnWG beim Wallbox-Laden?
Melden Sie die Wallbox als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG an, erhalten Sie reduzierte Netzentgelte. Dafür darf der Netzbetreiber die Ladeleistung bei Netzengpässen vorübergehend auf ein Mindestmaß senken. Ein Notladen mit reduzierter Leistung bleibt möglich.
Kann ich das E-Auto mit dem eigenen PV-Strom laden?
Ja. Mit einer PV-Anlage lässt sich überschüssiger Solarstrom direkt in die Wallbox leiten. Das senkt den Netzbezug und ist meist günstiger als jeder Ladetarif. Reicht der Solarstrom nicht, wird der Rest aus dem gewählten Stromtarif ergänzt.
Was hat die THG-Quote mit meinem Ladestrom zu tun?
Halter eines E-Autos können die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) einmal jährlich über einen Anbieter vermarkten und erhalten dafür eine Prämie. Das ist an das Fahrzeug gebunden, nicht an den Ladestromtarif, und vom gewählten Stromanbieter unabhängig.

Das könnte Sie auch interessieren