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PV-Anlage: der richtige Reststromtarif für Nacht und sonnenarme Zeiten

Auch mit PV-Anlage beziehen Sie nachts und im Winter Strom aus dem Netz. Der passende Reststromtarif entscheidet, was diese Kilowattstunden kosten.

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Was ist ein Reststromtarif für eine PV-Anlage?

Ein Reststromtarif deckt den Strom, den Sie trotz Photovoltaik aus dem Netz beziehen, also nachts, an trüben Tagen und im Winter. Er ist ein normaler Stromliefervertrag, den Sie frei wählen können. Entscheidend sind ein niedriger Arbeitspreis für den verbleibenden Netzbezug und, bei Speicher oder Wallbox, die Frage klassischer oder dynamischer Tarif. Wir vermitteln ausschließlich diesen Stromvertrag, keine Anlagen oder Speicher.

Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, denkt selten an den Stromvertrag. Dabei entscheidet gerade er, was die Kilowattstunden kosten, die die Sonne nicht liefert. Denn nachts, an grauen Tagen und im Winter kommt der Strom weiter aus dem Netz. Diesen Reststrom sollten Sie nicht dem Zufall überlassen.

Warum jede PV-Anlage Reststrom braucht

Eine Solaranlage produziert dann, wenn die Sonne scheint, nicht dann, wenn Sie verbrauchen. Der Kühlschrank läuft nachts weiter, die Beleuchtung brennt abends, im Dezember bleibt das Dach oft tagelang unter Wolken. Diese Lücke schließt der Netzbezug. Selbst mit gutem Eigenverbrauch decken die meisten Haushalte nur einen Teil ihres Jahresbedarfs selbst. Der Rest ist Reststrom, und der braucht einen Liefervertrag.

Ein Hinweis vorab, damit die Rollen klar sind: Wir vermitteln ausschließlich den Stromvertrag. PV-Anlagen, Wechselrichter oder Batteriespeicher verkaufen und montieren wir nicht. Dafür sind Solarfachbetriebe zuständig. Unsere Aufgabe beginnt an dem Punkt, an dem der Reststrom ins Haus fließt.

Klassisch oder dynamisch: welcher Bezugstarif passt?

Die Grundfrage lautet: Können Sie Ihren Netzbezug zeitlich verschieben oder nicht? Davon hängt ab, welcher Tarif zu Ihnen passt.

Auswahlkriterium Klassischer Festtarif Dynamischer Tarif
Batteriespeicher vorhanden nicht nötig Vorteil, Nachladen in Günstigstunden
Wallbox / große Verbraucher eher nein ja, Laden nach Börsenpreis
Smart Meter nicht erforderlich Voraussetzung
Planbarkeit der Kosten hoch schwankend
Aufwand gering Steuerung oder Automatik nötig
Typischer Fall PV ohne Speicher PV mit Speicher und E-Auto

Ohne Speicher und ohne flexible Großverbraucher fahren Sie mit einem klassischen Festtarif meist am ruhigsten. Sobald ein Batteriespeicher oder eine Wallbox dazukommt, wird es interessanter: Dann können Sie den Speicher in günstigen Börsenstunden nachladen. Wie ein solcher Tarif funktioniert, lesen Sie im Beitrag zu den dynamischen Stromtarifen.

Worauf Sie beim Reststromtarif achten sollten

Bei geringem Netzbezug verschiebt sich das Gewicht. Der Arbeitspreis fällt weniger ins Gewicht, weil Sie wenige Kilowattstunden kaufen. Der Grundpreis dagegen läuft unabhängig vom Verbrauch. Prüfen Sie deshalb:

  • Grundpreis zuerst: Bei kleinem Reststrombedarf entscheidet er oft mehr als der Arbeitspreis.
  • Arbeitspreis: Für den verbleibenden Netzbezug zählt jeder Cent, aber im Verhältnis zur Menge.
  • Laufzeit und Preisgarantie: damit die Kosten über das Jahr planbar bleiben.
  • Kein Zwang zum Grundversorger: Reststrom ist frei wettbewerblich.
  • Speicherlogik: Bei Batteriespeicher lohnt der Blick auf einen dynamischen Tarif.

Kontraintuitiv, aber häufig übersehen: Wer seinen Eigenverbrauch stark steigert, macht den letzten Cent beim Arbeitspreis fast unwichtig, weil kaum noch Netzstrom fließt. Dann gewinnt ein Tarif mit niedrigem Grundpreis. Was wir in der Beratung oft sehen: Haushalte jagen dem billigsten Arbeitspreis hinterher, obwohl sie nur noch wenige hundert Kilowattstunden im Jahr aus dem Netz ziehen. Der Grundpreis frisst den vermeintlichen Vorteil dann auf.

Reststrom und Eigenverbrauch zusammendenken

Der beste Reststromtarif ist der, der zu Ihrem realen Netzbezug passt, nicht der mit der schönsten Werbezahl. Ein Haushalt mit Speicher und E-Auto hat ein ganz anderes Profil als eine kleine Anlage ohne Speicher. Wer Strom sinnvoll selbst nutzt, senkt den Netzbezug weiter, wie das gelingt, zeigt der Ratgeber zum Strom sparen im Haushalt.

Sie sind unsicher, welcher Reststromtarif zu Ihrer Anlage, Ihrem Speicher und Ihrem Verbrauch passt? Laden Sie Ihre letzte Stromrechnung hoch, wir prüfen den Netzbezug und finden einen passenden Bezugstarif. Kostenlos und unverbindlich.

Zahlen Sie zu viel für Strom oder Gas?

Laden Sie einfach Ihre aktuelle Rechnung hoch. Wir prüfen sie und finden Ihren passenden Tarif. Kostenlos und unverbindlich.

Häufige Fragen

Brauche ich mit PV-Anlage überhaupt noch einen Stromvertrag?
Ja. Keine PV-Anlage deckt den Bedarf rund um die Uhr. Nachts, an bewölkten Tagen und im Winter beziehen Sie Reststrom aus dem Netz. Dafür brauchen Sie einen Liefervertrag, den Sie frei am Markt wählen können.
Klassischer oder dynamischer Reststromtarif, was ist besser?
Ohne Speicher und ohne große flexible Verbraucher reicht meist ein klassischer Festtarif mit niedrigem Arbeitspreis. Haben Sie einen Batteriespeicher oder eine Wallbox, kann ein dynamischer Tarif lohnen, weil Sie den Speicher in günstigen Börsenstunden nachladen können. Voraussetzung dafür ist ein Smart Meter.
Verkauft Plasma Energie Solution auch PV-Anlagen oder Speicher?
Nein. Wir sind unabhängiger Energievermittler und kümmern uns ausschließlich um Ihren Stromliefervertrag. Für die Anlage selbst, den Speicher oder die Montage sind Fachbetriebe zuständig. Wir sorgen dafür, dass Ihr Reststrom zu einem passenden Tarif ins Haus kommt.
Wie hängt der Eigenverbrauch mit dem Reststromtarif zusammen?
Je höher Ihr Eigenverbrauch, desto weniger Reststrom beziehen Sie und desto stärker zählt der Grundpreis im Verhältnis zum Arbeitspreis. Bei geringem Netzbezug lohnt ein Tarif mit niedrigem Grundpreis oft mehr als der letzte Cent beim Arbeitspreis.
Beeinflusst der Reststromtarif meine Einspeisevergütung?
Nein. Die Einspeisevergütung für eingespeisten Überschuss ist gesetzlich geregelt und läuft unabhängig von Ihrem Bezugstarif. Der Reststromtarif betrifft nur den Strom, den Sie aus dem Netz kaufen, nicht den, den Sie einspeisen.

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